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Feuerwehr warnt vor "Polen-Böllern"

Gefährliche Knaller aus dem Osten auf dem Markt
Berlin - Kurz vor Silvester warnt die Feuerwehr vor gefährlichen "Polen-Böllern". Die illegalen Feuerwerkskörper seien lebensgefährlich. Sie enthalten zum Teil echten Sprengstoff oder sie explodieren bereits nach einer Sekunde. Die Böller werden auf dem Schwarzmarkt verkauft. Am Donnerstag hatte die Polizei in Berlin sechs Tonnen illegales Feuerwerk beschlagnahmt.

"Das ist die falsche Mutprobe"

Die Feuerwehr rät dazu, nur Feuerwerk zu kaufen, das das Siegel der Bundesanstalt für Materialforschung trägt. Wichtig sei bei allen Knallern, die häufig sehr klein gedruckte Gebrauchsanweisung zu lesen. Böller müssten rechtzeitig abgelegt werden. "Sie möglichst lange in der Hand zu behalten, ist die falsche Mutprobe." Fenster sollten zum Schutz vor herumirrenden Raketen geschlossen bleiben. Kinder dürften nur Feuerwerk der Gefahrenklasse I - wie zum Beispiel Wunderkerzen - in die Hände bekommen.

Ohren, Gesicht und Hände gefährdet

Die häufigsten Verletzungen am Silvesterabend sind Hörschäden. Die Feuerwehr rät dazu, beim Knallen Ohrstöpsel zu tragen. Auch wenn Feuerwerkskörper wegen des kurzen Knalls nicht als laut empfunden wird, drohen irreparable Hörschäden wie Knalltraumata, Tinnitus oder Hörstürze.

Besonders gefährdet sind auch das Gesicht und die Hände. Am Silvesterabend häufen sich Abrisse von Gliedmaßen, Verletzungen der Augen und schwere Verbrennungen. Man sollte die Böller niemals in der Kleidung tragen und sie nur von Abschussrampen aus starten. Am besten werden die Raketen in eine leere Flasche gesteckt, die in der Mitte einer leeren Getränkekiste deponiert wird. (ha/dpa/AFP)

 

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